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27.10.2026

Meine Motorradgeschichte: Vom Roller zur Kawasaki und vielleicht zum Tanzkurs

Blaues Motorrad, von hinten aufgenommen.

Angefangen hat meine Motorradgeschichte schon während meiner Ausbildung zum Zimmermann. Ein Arbeitskollege nahm mich auf seiner Suzuki mit. Welches Modell das genau war, weiß ich heute nicht mehr sicher. In meiner Erinnerung war es eine Enduro. Sicher ist nur: Danach wollte ich unbedingt selbst Motorrad fahren.

Ich machte den Führerschein und kaufte mir eine alte Honda XL 500. Leider ging sie bald kaputt. Es folgten viele Jahre ohne eigenes Motorrad. Der Wunsch war trotzdem immer da.

Ein heruntergekommener Roller als neuer Anfang

Vor ungefähr drei Jahren bekam ich aus dem Dorf einen heruntergekommenen 125er-Roller. Ich setzte ihn selbst wieder instand und lernte dabei eine Menge über Zweiradtechnik. Danach bin ich viel damit gefahren.

Besonders schön fand ich dieses unmittelbare Erleben der Landschaft. Der Wind um die Nase, die Gerüche unterwegs, die Nähe zur Natur. Einfach aufsteigen und losfahren. Der Roller bietet außerdem Stauraum und ist im Alltag angenehm unkompliziert. Ein bißchen mehr Leistung hätte ich mir allerdings gewünscht.

Dann kam die Kawasaki

Meine Kawasaki ZR-7S fand ich zufällig in einer Anzeige. Ein Notverkauf für 700 Euro, rund 12.000 Kilometer auf dem Tacho. Allerdings hatte die Maschine etwa zwölf Jahre ungenutzt im Keller gestanden.

Dank der Erfahrungen mit dem Roller traute ich mir die Instandsetzung zu. Ich erneuerte Öl, Kraftstoff, Luftfilter und Batterie. Die Vergaserbank baute ich aus und reinigte die verstopften Düsen im Ultraschallbad. LED-Lampen kamen ebenfalls dazu. Seitdem läuft die Kawasaki gut.

Damit stand sie endlich da, die eigene Maschine, auf die ich mich so lange gefreut hatte.

Viel Freude und eine unerwartete Ernüchterung

Ich finde das Motorradfahren total geil. Trotzdem bin ich in mancher Hinsicht etwas ernüchtert. Nach diesem langen Wunsch hätte ich nicht gedacht, daß mir der kleine Roller in manchen Situationen besser gefällt.

Mit dem Roller bin ich häufiger einfach losgefahren. Beim Motorrad bereite ich mich eher vor, ziehe die Schutzkleidung an und bin konzentrierter. Es ist ein anderes Fahren. Der Integralhelm hält viel von der Luft ab, die ich beim Roller so gern wahrgenommen habe. Wind und Gerüche kommen für mich anders an.

Im Gespräch habe ich den Unterschied so beschrieben: Mein Roller fährt ungefähr 100, das Motorrad 200. Das sind meine eigenen Angaben, keine überprüften technischen Vergleichswerte. Gemeint ist vor allem, daß sich die Kawasaki für mich wesentlich schneller anfühlt und deutlich mehr Aufmerksamkeit verlangt.

Das nimmt ihr nicht den Spaß. Es erklärt nur, warum der Roller für mich seinen ganz eigenen Reiz behält.

Ein größerer Roller dürfte noch dazukommen

Die Größe meines jetzigen Rollers finde ich gut. Was mir vorschwebt, wäre etwas Ähnliches mit etwa 250 Kubik. Ich stelle mir vor, damit besser im Verkehr mitzuschwimmen und auch mal auf der Autobahn zu fahren. Ungefähr 120 oder 130 wären mein Wunsch. Ob ein bestimmtes Modell das tatsächlich schafft, müßte ich mir erst ansehen.

Die Kawasaki würde deshalb nicht verschwinden. „Ich schmeiß' nichts weg.“ Ein größerer Roller wäre eine Ergänzung. Dann wächst eben der Fuhrpark. Finde ich auch cool.

Am liebsten fahre ich mit einem Ziel

Das Fahren selbst macht mir Spaß. Trotzdem fällt mir die Entscheidung zum Losfahren leichter, wenn ich ein Ziel habe. Jemanden besuchen, irgendwo ankommen, einen Anlaß haben.

Eine besonders schöne Fahrt führte mich abends nach Erfurt zu Freunden. Hin ging es über die Dörfer und Landstraßen, zurück über die Autobahn. Auch eine Runde zum Altenburger Flughafen ist mir in Erinnerung geblieben.

Nur um des Motorradfahrens willen eine Runde zu drehen, fällt mir manchmal schwerer. Vielleicht auch deshalb, weil ich bisher meistens allein unterwegs bin. Mich einem Club anzuschließen, reizt mich derzeit nicht.

Mit Erik ins Erzgebirge

Sehr freue ich mich darauf, wenn mein Sohn Erik mit 16 seinen Führerschein macht und sich eine passende 125er aussucht. Dann könnten wir gemeinsam losfahren und schöne Touren machen. Welche Maschine es wird, ist noch offen. Meine im Gespräch geäußerte Erinnerung an eine bestimmte Marke und deren Geschwindigkeit war unsicher und ist keine bestätigte Modellangabe.

Ein Ziel für unsere gemeinsamen Ausflüge habe ich schon: das Erzgebirge.

Es ist nicht allzu weit weg. Ich mag die Mittelgebirgslandschaft, die wunderschöne Natur und die kurvigen Straßen. Es geht rauf und runter, es gibt schöne Ausflugsziele, und Tschechien ist auch nicht weit. Da könnte man bei einer Tour mal hinüberfahren.

Vor allem wäre das gemeinsame Zeit mit meinem Sohn. Darauf freue ich mich.

Mit dem Motorrad zum Tanzkurs?

Und dann gibt es noch eine andere Vorstellung: etwas dünner werden, mit dem Motorrad zum Tanzkurs fahren und dort vielleicht eine nette Frau kennenlernen. Als cooler Biker eine „Mieze aufreißen“, wie ich es im Gespräch etwas frech formuliert habe.

Tanzen kann ich bisher überhaupt nicht. Eine bestimmte Tanzrichtung habe ich auch nicht im Kopf. Aber mit einer netten Dame würde ich es gern versuchen.

Allein zu einem Anfängerkurs zu gehen, kann ich mir derzeit noch nicht vorstellen. Es ist also ein Wunsch und kein fest geplanter nächster Termin. Trotzdem gehört auch dieser Gedanke zu meiner Geschichte und bleibt hier stehen.

Lust auf eine gemeinsame Runde?

Meine Motorradgeschichte ist noch lange nicht fertig. Vom ersten Mitfahren über die kaputte Honda und den selbst reparierten Roller bis zur Kawasaki ist schon einiges zusammengekommen. Jetzt dürfen gern gemeinsame Erlebnisse dazukommen.

Ich freue mich über Zuspruch. Wenn du das hier liest und auch Bock hast, mal gemeinsam eine Runde Motorrad zu fahren: Nur zu, melde dich gern bei mir.

Screenshot eines Statusbildes: blaue Kawasaki von hinten am Wegrand bei Sonnenuntergang, mit leuchtendem Rücklicht und lesbarem Nummernschild.